Für M.

Das Tanzporträt einer Fluchtgeschichte basiert auf dem Text der Autorin Brigitte Hermann, die von der persönlichen Begegnung mit einem jungen Mann aus dem Irak erzählt. Sie beschreibt darin die möglichen Hintergründe seiner Flucht, sein Leben hier als Asylwerber und die Rückkehr in seine Heimat, in der Krieg herrscht.

Du schweigst online und ich weiss nicht, ob du offline noch am Leben bist.

Vieles in dieser Geschichte ist unausgesprochen, lässt sich nur erahnen und und schwingt subtil zwischen den Zeilen, was Brigitte Jagg und Aleksandra Vohl zu einer tänzerischen Umsetzung inspirierte.
Die Choreografinnen Brigitte Jagg und Aleksandra Vohl zeigen über Tanzskizzen, wie über die Themen Verbindung, Heimat, Grenze, Wut und Beten das Unausgesprochene der Textvorlage Gestalt annimmt. Die Choreografie entstand in Zusammenarbeit mit den Tänzern – jungen Männern aus Pakistan und Syrien mit Fluchthintergrund – und entwickelte sich mittels Fragen und Gesprächen. Die Bedeutung emotionaler Themen und kulturverbindender Begegnungen werden über Bewegung und Tanz auf einer weiteren Ebene, und in diesem Fall über eine flüchtige Kunstform, sichtbar gemacht.

19. Mai 2019, Performancebrunch im TiK Dornbirn, © Natalie Begle
7. April 2019 bei „Tanz vor Ort“ im Theater KOSMOS in Bregenz, © Anja Köhler

Tanz: Aleksandra Vohl, Patrick Mitrovic, Parvez Shadab und Zakariya Mohammadi
Choreografie: Brigitte Jagg, Aleksandra Vohl
Text und Stimme: Brigitte Herrmann
Die ganze Geschichte von Für M. hier

Produktionsleitung: Natalie Begle
Fotos: Anja Köhler, Natalie Begle-Hämmerle